Die Website einer Zimmerei muss zeigen, was du baust und wo. Dazu gehört eine eigene Seite für jede Leistung, von der du mehr willst, mit Ort in der Überschrift. Dazu Fotos von fertigen Dachstühlen, Aufstockungen oder Holzhäusern mit einem Satz darunter, dein Team und eine Telefonnummer, die am Handy sofort zu sehen ist.
Was sucht ein Bauherr auf der Website einer Zimmerei?
Ein Bauherr sucht auf deiner Seite zuerst den Beweis, dass du sein Vorhaben schon einmal gebaut hast. Wer eine Aufstockung plant, will Aufstockungen sehen, am liebsten aus seiner Gegend. Erst danach liest er, wer ihr seid, und greift zum Telefon.
Bei einem Dachstuhl oder einem Holzhaus geht es um viel Geld. Deshalb schaut sich kaum jemand nur einen Betrieb an. Laut Bitkom haben 94 % der Handwerksbetriebe eine eigene Website, der Bauherr hat also meist mehrere Seiten nebeneinander offen. Er bleibt dort hängen, wo er sein eigenes Projekt am schnellsten wiedererkennt.
Geschaut wird oft am Handy, abends auf dem Sofa oder in der Mittagspause. Laut Statcounter kamen im August 2026 in Deutschland 50,89 % der Seitenaufrufe von Handy und Tablet. Deine Fotos und deine Nummer müssen dort genauso gut funktionieren wie am Rechner im Büro.
Probier es heute Abend aus: Ruf deine Seite am Handy auf und zähl, wie viele Fotos von fertigen Projekten du findest, ohne lange zu suchen.
Braucht jede Leistung einer Zimmerei eine eigene Seite?
Ja, jede Leistung, für die du bei Google gefunden werden willst, braucht ihre eigene Seite. Leute suchen mit Leistung und Ort, etwa „Aufstockung Landsberg“ oder „Dachsanierung Schongau“. Eine Unterseite, die genau das behandelt, hat dabei bessere Karten als ein Satz in einer langen Aufzählung.
Wie das aussehen kann, zeigen drei Zimmereien, deren Seiten wir gebaut haben. Eine Zimmerei aus dem Landkreis Landsberg hat neun eigene Leistungsseiten, vom Holzhausbau bis zu Kranarbeiten. Jede trägt den Ort in der Adresse und in der Überschrift, zum Beispiel Holzhausbau plus Ort und Umgebung. Auf der Startseite stehen außerdem die Orte, in denen der Betrieb arbeitet, in einer langen Reihe.
Eine Zimmerei aus dem Landkreis Weilheim-Schongau stellt ihre neun Leistungen auf einer gemeinsamen Seite vor, jede mit eigener Überschrift und eigenen Bildern, dazu kommt eine Galerie. Ein Holzbaubetrieb aus dem Ostallgäu teilt den Neubau in Massivholzbau und Holzrahmenbau auf und hat eigene Seiten für Sanierung und Hallenbau.
Wo diese Seiten bei Google stehen, haben wir nachgemessen. Von 12 Zimmerei- und Holzbau-Seiten unserer Kunden standen 9 mit Gewerk und Ort auf Platz 1 bis 3. Das ist eine Momentaufnahme vom 27.09.2026 und kein Versprechen für deinen Ort. Wie die Suche im Umkreis funktioniert, steht im Ratgeber Wie wirst du als Handwerker bei Google im Umkreis gefunden?
Schreib dir heute die Arbeiten auf, die du im nächsten Jahr am liebsten öfter machen würdest. Für genau diese lohnt sich zuerst eine eigene Seite.
| Betrieb | So stehen die Leistungen da | Was sonst auffällt | Google-Messung |
|---|---|---|---|
| Zimmerei im Landkreis Landsberg | 9 eigene Leistungsseiten, Ort in Adresse und Überschrift | Ausgewählte Projekte auf der Startseite, Orte im Umkreis aufgezählt | Zimmerei plus Ortsname: Platz 3 |
| Zimmerei im Landkreis Weilheim-Schongau | 1 Leistungsseite mit 9 Abschnitten, eigene Galerie | Sechs Projekte mit Ort auf der Startseite, etwa ein Sichtdachstuhl mit Ortsangabe | Zimmerei plus Ortsname: Platz 2 |
| Holzbaubetrieb im Ostallgäu | Eigene Seiten für Massivholzbau, Holzrahmenbau, Sanierung und Hallenbau | Eine Seite „Leitfaden“ erklärt, wie aus der Idee Schritt für Schritt ein Projekt wird | Holzbau plus Ortsname: Platz 1 |
„Ich sage, ich rede heute Abend mit der Frau, aber wir brauchen irgendwo, was hat die Zimmerei […] zum Beispiel. Weil ich sage, es geht natürlich auch ums Geld.“
Inhaber, Zimmerei, im Erstgespräch zur neuen Website
Wie prüfst du in zehn Minuten die Seite deiner Zimmerei?
Am schnellsten prüfst du deine Seite mit dem Handy und der Liste unten. Geh sie einmal so durch, als wärst du ein Bauherr aus dem Nachbarort, der deinen Namen gerade zum ersten Mal hört. Jeder Punkt, bei dem du zögerst, ist eine offene Baustelle.
- Siehst du deine Telefonnummer, ohne zu scrollen, und kannst du sie antippen?
- Hat jede Arbeit, von der du mehr willst, eine eigene Seite mit Ort in der Überschrift?
- Findest du zu jeder Leistung mindestens fünf Fotos von deinen eigenen Baustellen?
- Steht bei den Projekten dabei, was gebaut wurde und in welchem Ort?
- Zeigt die Seite dein Team mit Gesichtern?
- Ist das jüngste Projekt auf der Seite aus diesem oder dem letzten Jahr?
- Steht irgendwo, in welchen Orten du arbeitest?
Zähl die Punkte, bei denen du mit Nein antwortest. Sind es mehr als die Hälfte, lohnt sich ein Blick in den Ratgeber Homepage veraltet: neu machen lassen oder Baukasten?
Nimm dir die ersten zwei Nein-Punkte als Aufgabe für diesen Monat vor. Mehr musst du dir für den Anfang nicht aufladen.
Welche Fotos braucht eine Zimmerei für ihre Website?
Am meisten helfen Fotos, die den Bau in Etappen zeigen: den Abbund in der Halle, das Richten mit dem Kran, das fertige Dach und den Blick von innen in den Dachstuhl. Daran sieht ein Bauherr, wie ihr arbeitet und wie sauber eure Baustellen aussehen. Ein Bild aus dem Katalog kann ihm das nicht zeigen.
Für den Anfang reichen fünf oder sechs gute Bilder je Leistung. Die Seite der Zimmerei aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zeigt, wie viel eine kurze Unterschrift ausmacht. Bauart plus Ortsname, etwa Sichtdachstuhl oder Carport in einem Nachbarort, sagt dem Leser sofort, was er sieht und dass ihr in seiner Gegend baut.
Gute Fotos entstehen nebenbei, wenn einer daran denkt. Ein einfacher Weg: Gib die Aufgabe dem Lehrling, vor dem Richten, beim Richten und danach, immer aus derselben Ecke. Wer mehr will, holt einen Fotografen für einen Tag in den Betrieb. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber Fotograf für Handwerker: Kosten und Ablauf.
Leg heute auf dem Firmenhandy einen Ordner „Website“ an und bitte dein Team, von jeder Baustelle ein paar Bilder hineinzulegen.
Warum schauen sich auch Zimmerer deine Website an, bevor sie sich bewerben?
Ein Geselle, der wechseln will, schaut sich zuerst im Internet an, wie es bei dir aussieht. Er will wissen, welche Projekte ihr baut, wer im Team ist und ob die Arbeit zu ihm passt. Deine Seite ist für ihn der erste Eindruck von deinem Betrieb, lange bevor er mit dir telefoniert.
Gute Leute sind knapp. Der ZDH schätzt rund 250.000 offene Stellen im Handwerk, und laut KOFA gab es 2025 in 59 von 115 Handwerksberufen einen Fachkräfteengpass. Ein Bewerber vergleicht deshalb mehrere Betriebe, und bei deinem soll er sehen können, wie der Alltag aussieht.
Eine Team-Seite, wie sie alle drei Zimmereien haben, ist ein guter Anfang. Suchst du gerade jemanden, gehört eine eigene Seite mit den offenen Stellen dazu. Damit überhaupt jemand dorthin kommt, braucht es meist eine Anzeige im Umkreis. Wie das zusammenspielt, steht im Ratgeber Wie findest du Gesellen und Monteure?
Frag diese Woche deinen jüngsten Gesellen, was er sich vor seiner Bewerbung bei dir im Internet angeschaut hat. Seine Antwort zeigt dir, was auf deiner Seite fehlt.

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Häufige Fragen
Reicht für eine Zimmerei ein Auftritt bei Instagram oder Facebook?
Für Bilder zwischendurch ist Instagram gut, als einziger Auftritt reicht es selten. Wer bei Google nach Zimmerei und Ort sucht, landet auf Websites und im Google-Profil. Instagram kann die Seite ergänzen, so machen es auch zwei der drei Beispielbetriebe.
Was kostet eine Website für eine Zimmerei?
Die Seite kostet einmalig einen vierstelligen Betrag, kein Abo. Bei Zimmereien entscheidet meist, ob Dachstuhl, Holzbau, Aufstockung und Carport je eine eigene Seite bekommen. Nach dem Erstgespräch hast du ein Angebot mit jedem Posten einzeln.
Wie viele Fotos braucht die Website einer Zimmerei?
Für den Start reichen fünf oder sechs eigene Fotos je Leistung. Wichtiger als die Menge ist, dass man eure Baustellen erkennt. Unter jedem Projekt sollte stehen, was es ist und wo es steht.
Soll ich auf die Website schreiben, in welchen Orten ich arbeite?
Ja. Wer sucht, tippt oft Leistung und Ort ein. Nenn die Orte, in denen du baust, so wie es eine der drei Zimmereien auf ihrer Startseite macht. Eine lange Liste mit Orten, in denen du nie warst, hilft keinem Kunden.
Wie lange dauert es, bis die neue Website online ist?
Den Entwurf siehst du vorher unter einer versteckten Adresse, in Ruhe und am eigenen Handy. Was du ändern willst, sagst du uns, wir bauen es ein. Insgesamt dauert es rund zwei Wochen, bis die Seite für alle sichtbar ist.
Quellen
- Bitkom: Digitalisierung des Handwerks 2025 (504 Betriebe, telefonische Befragung), 2025 · Studie als PDF
- Statcounter: Desktop vs. Mobile vs. Tablet, Deutschland, August 2026, 2026 · Zur Quelle
- Zentralverband des Deutschen Handwerks: Fachkräftesicherung, 2026 · Zur Quelle
- KOFA / Institut der deutschen Wirtschaft: Fachkräftesicherung im Handwerk (KOFA Kompakt 7/2026), 2026 · Zur Quelle
- HandwerksManufaktur: eigene Google-Messung von 92 Kundenseiten mit Gewerk und Ort, Stand 27.09.2026 (Momentaufnahme), 2026 · Alle Messungen















