Die Website einer Schreinerei muss vor allem Arbeiten zeigen: Küchen, Treppen, Türen oder Möbel aus deiner Werkstatt, jeweils mit Foto und einem Satz dazu. Jede Leistung, von der du mehr willst, bekommt eine eigene Seite mit Ort. Hast du einen Schwerpunkt wie barrierefreies Wohnen, gehört er auf der Startseite ganz nach oben.
Worauf achtet ein Kunde auf der Website einer Schreinerei?
Ein Kunde, der eine Küche, eine Treppe oder einen Einbauschrank sucht, will zuerst sehen, wie deine Arbeiten aussehen. Er kauft mit den Augen. Findet er auf deiner Seite ein Stück, das seinem Wunsch nahekommt, ruft er an. Findet er nur Text, schaut er beim nächsten Betrieb weiter.
Neben den Fotos zählen die Bewertungen. In einer Umfrage von BrightLocal (2026) gaben 97 % der Verbraucher an, Bewertungen zu lesen, bevor sie einen Betrieb vor Ort beauftragen. Die Umfrage stammt vor allem aus den USA und Großbritannien. Für eine Schreinerei heißt das trotzdem: Website und Google-Profil werden zusammen angeschaut.
Viele Betriebe leben von Empfehlungen, und das ist eine Stärke. Auch der empfohlene Kunde tippt deinen Namen meist erst ins Handy, bevor er sich meldet. Was die Seite dann leisten muss, steht im Ratgeber Kunden kommen über Empfehlung: wozu noch eine Website?
Denk heute an die letzten fünf Stücke, auf die du richtig stolz bist. Prüf, wie viele davon auf deiner Seite zu sehen sind.
Wie zeigt eine Schreinerei aus dem Landkreis Landsberg ihre Arbeit auf der Website?
Die Schreinerei aus dem Landkreis Landsberg zeigt jede ihrer Leistungen auf einer eigenen Seite. Es sind sieben: Küchenlösungen, Badmöbel, Treppen, Türen, Lösungen für den Eingangsbereich, Fenster und Möbel aller Art. Die Treppen-Seite trägt zum Beispiel eine Überschrift mit Treppenbau und der Gegend, also genau die Wörter, mit denen ein Kunde sucht.
Dazu kommt ein Schwerpunkt, der den Betrieb von anderen abhebt: barrierefreies Wohnen. Er steht als eigener Punkt „Wohnen ohne Barriere“ im Menü und ganz oben auf der Startseite, wo sich der Betrieb als Schreinermeister und Spezialist für barrierefreien Wohnkomfort vorstellt. Wer eine Küche oder ein Bad für die Eltern umbauen will, merkt sofort, dass er hier richtig ist.
In der Galerie steht unter jedem Bild, was es zeigt, etwa eine barrierefreie Küche, ein Treppenschrank mit Geländer oder Badmöbel unter einer Treppe. Das sind konkrete Stücke, die ein Kunde mit seinem eigenen Haus vergleichen kann.
Schreib heute auf einen Zettel, was deine Schreinerei von den anderen im Umkreis unterscheidet. Dann schau nach, ob genau das auf deiner Startseite ganz oben steht.
Welche Seiten braucht die Website deiner Schreinerei?
Deine Website braucht eine Startseite, eine Seite je Leistung, von der du mehr willst, Projekte oder eine Galerie, eine Seite über euch und eine Kontaktseite. Fang bei den Leistungen mit den Arbeiten an, die dir am meisten bringen. Die Tabelle hilft dir beim Planen der einzelnen Seiten.
Geh sie Zeile für Zeile durch und kreuz an, was es auf deiner Seite heute schon gibt. Jede Zeile ohne Kreuz ist ein Kandidat für die nächste Seite, die du ergänzt.
Setz dich dafür zehn Minuten an den Rechner und leg die Tabelle neben deine Seite. Was fehlt, kommt in genau dieser Reihenfolge auf deine Liste.
| Leistung | Was der Kunde wissen will | Welche Fotos helfen |
|---|---|---|
| Küche | Welche Fronten und Stile du baust, wie die Planung abläuft | Fertige Küchen im Raum, dazu Griffe und Auszüge nah |
| Treppe | Welche Bauarten du machst, ob du auch im Altbau einbaust | Die ganze Treppe von unten, Stufen und Geländer nah |
| Türen und Eingang | Ob Haustür oder Innentür, wie lange es dauert | Die Tür eingebaut, am besten mit Blick aufs Haus |
| Badmöbel | Ob du auf Maß baust, auch unter Schrägen und Treppen | Möbel im fertigen Bad |
| Möbel nach Maß | Welche Räume und Hölzer, ob du auch Einbauten machst | Schränke in Nischen, vorher und nachher |
Was soll auf den Leistungsseiten einer Schreinerei stehen?
Auf jede Leistungsseite gehört, was du baust, wie ein Auftrag bei dir abläuft und in welcher Gegend du arbeitest. Schreib so, wie du es einem Kunden in der Werkstatt erklären würdest. Drei, vier kurze Absätze reichen, dazu die Fotos.
Den Ablauf zu kennen, nimmt dem Kunden die Unsicherheit. Erzähl kurz, wie es bei dir läuft: wer zum Aufmaß kommt, wie die Planung aussieht, ob in der eigenen Werkstatt gefertigt wird und wer am Ende montiert. So weiß er, was auf ihn zukommt, bevor er anruft.
Schreib auch die Fragen auf, die am Telefon immer wieder kommen, etwa zu Holzarten, Lieferzeit oder ob du Altbau-Treppen erneuerst. Die Antworten gehören als häufige Fragen unten auf die passende Seite. Das spart dir Telefonzeit und hilft dem Kunden beim Entscheiden.
Leg dir diese Woche einen Zettel neben das Telefon und notier jede Frage, die ein Kunde stellt. Nach zwei Wochen hast du die häufigen Fragen für deine Seite.
Warum wird die Website einer Schreinerei bei Google oft nicht gefunden?
Meist fehlt der Ort, oder andere Seiten stehen für diese Suche schon vorn. Kunden suchen „Schreinerei“ plus ihre Gemeinde oder die nächste Stadt. Steht dieser Ort nirgends auf deiner Seite, hat Google wenig in der Hand. Dazu kommen Verzeichnisse, die bei solchen Suchen oft weit oben stehen.
Das sehen wir auch bei unseren eigenen Kunden. Wir haben sieben Schreinerei-Seiten mit „schreinerei“ und ihrem Ort gesucht, vier bei Google und drei bei Bing. Drei standen auf Seite 1, die Schreinerei Die Führmänner mit „schreinerei pähl“ sogar auf Platz 1.
Vier kamen nicht unter die ersten 20. Vorne standen dort unter anderem Schreiner-Verzeichnisse, die Gelben Seiten und die Seite der Gemeinde.
Daraus folgt zweierlei. Eine schöne Seite allein bringt dich nicht automatisch nach vorn. Und dein Eintrag bei Google und in den großen Verzeichnissen gehört genauso gepflegt wie die Seite selbst. Wie das mit dem Google-Profil geht, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil für Handwerker.
Tipp heute am Handy „Schreinerei“ und deinen Ort bei Google ein. Schau, wer über dir steht, und ob dein Google-Eintrag Fotos und eine aktuelle Telefonnummer hat.
Wie viel Arbeit macht dir die neue Website als Schreinermeister?
Für dich als Chef bleibt vor allem eine Aufgabe: Fotos und ein paar Antworten liefern. Bei uns füllst du ein Formular aus, legst Bilder und Logo in einen Ordner und nimmst dir für das Entwurfsgespräch per Video etwa 20 bis 30 Minuten. Die Texte schreiben wir aus deinen Antworten.
Das ist wichtig, weil in der Werkstatt selten Zeit übrig bleibt. Das hören wir auch in Gesprächen mit Schreinern.
Fehlen dir gute Fotos, ist das kein Grund zu warten. Fang mit dem nächsten Auftrag an und fotografier das Stück beim Kunden, bevor du gehst. Was eine neue Seite dich sonst an Zeit kostet, steht im Ratgeber Wie viel Zeit kostet dich als Chef eine neue Website?
Frag beim nächsten Einbau den Kunden, ob du zwei Fotos vom fertigen Stück machen darfst. Nach fünf solchen Einbauten hast du den Grundstock für deine Galerie.
„Für Sie ist es wahrscheinlich alles Kindergeburtstag, aber ich scheitere da einfach. Ich habe da auch keinen Nerv dazu und habe eh genug Arbeit.“
Inhaber, Schreinerei, 2026

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Häufige Fragen
Brauche ich als Schreinerei eine eigene Seite für jede Leistung?
Für die Leistungen, von denen du mehr willst, ja. Kunden suchen etwa „Treppe“ oder „Küche“ zusammen mit ihrem Ort. Eine eigene Seite mit Fotos und Ort kann dafür gefunden werden, ein Satz in einer Aufzählung kaum.
Darf ich Fotos aus der Wohnung meiner Kunden zeigen?
Frag vorher, am besten schriftlich, und zeig keine persönlichen Gegenstände oder Adressen. Schreib unter das Bild nur den Ort, nie den Namen. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel frag bei deiner Handwerkskammer nach.
Was kostet eine Website für eine Schreinerei?
Ein einmaliger vierstelliger Betrag. Bei Schreinereien macht vor allem die Bildergalerie den Unterschied: Küchen, Möbel, Innenausbau wollen gezeigt werden. Die Zahl für deinen Betrieb kommt nach dem Erstgespräch ins Angebot.
Gehört mein Schwerpunkt auf die Startseite?
Ja, wenn du damit mehr Aufträge willst. Die Schreinerei aus dem Beispiel stellt barrierefreies Wohnen ganz oben auf die Startseite und hat dafür einen eigenen Punkt im Menü. So erkennt der passende Kunde sofort, dass er richtig ist.
Reicht eine Galerie ohne Text?
Besser ist ein kurzer Satz unter jedem Bild: was es ist und wo es eingebaut wurde. Das hilft dem Kunden beim Vergleichen. Und Google versteht so besser, was auf dem Bild zu sehen ist.
Quellen
- BrightLocal: Local Consumer Review Survey 2026 (vor allem USA und Großbritannien), 2026 · Zur Quelle
- Statcounter: Desktop vs. Mobile vs. Tablet, Deutschland, August 2026, 2026 · Zur Quelle
- Kundenseite einer Schreinerei aus dem Landkreis Landsberg: Live-Seite (angesehen am 29.09.2026), 2026
- HandwerksManufaktur: eigene Google-Messung von 92 Kundenseiten mit Gewerk und Ort, Stand 27.09.2026 (Momentaufnahme), 2026 · Alle Messungen















