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Google & KI

Google-Unternehmensprofil: So kriegst du Bewertungen, Zugang und Pin in Ordnung

Den Eintrag mit Karte und Sternen sehen viele Kunden vor deiner Website. Wie du ihn pflegst, auch wenn der Zugang weg ist.

Noah SeelauNoah Seelau · Gründer, seit 2019 nur HandwerkAktualisiert 29.09.20267 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag mit Karte und Sternen, den Kunden oft vor deiner Website sehen. Pflege Leistungen und Fotos, bitte nach jedem Auftrag um eine Bewertung und antworte auf jede. Ist der Zugang weg, forderst du ihn bei Google an. Der bisherige Verwalter hat dann drei Tage Zeit zu antworten.

68 %
der befragten Verbraucher erwarten von einem Betrieb mindestens 4 Sterne, 2025 waren es 55 %.Quelle: BrightLocal, Local Consumer Review Survey 2026
80 %
bevorzugen Betriebe, die auf alle Bewertungen antworten.Quelle: BrightLocal, Local Consumer Review Survey 2026
88 %
der Handwerksbetriebe sind in Online-Verzeichnissen wie Google eingetragen.Quelle: Bitkom, Digitalisierung des Handwerks 2025

Was ist das Google-Unternehmensprofil, und warum zählt es so viel?

Es ist der Eintrag deines Betriebs in Google Maps und rechts neben den Suchergebnissen: Name, Sterne, Telefonnummer, Fotos, Weg dorthin. Früher hieß es Google My Business. Laut Bitkom sind 88 % der Handwerksbetriebe in Online-Verzeichnissen wie Google eingetragen, das Profil ist also Standard.

Es zählt so viel, weil viele Kunden gar nicht erst auf deine Website klicken. Sie sehen die Karte, vergleichen die Sterne und rufen an. Laut einer Auswertung von SparkToro endeten 2024 in der EU 59,7 % der Google-Suchen ohne Klick auf eine Website. Deshalb entscheidet das Profil oft vor der Website, wer den Anruf bekommt.

Wie Profil und Website zusammen dafür sorgen, dass du im Umkreis gefunden wirst, steht im Artikel Bei Google gefunden werden.

59,7 %
der Google-Suchen in der EU enden ohne Klick auf eine Website.Quelle: SparkToro, Zero-Click-Studie 2024

Wie kommst du an mehr Google-Bewertungen?

Indem du nach jedem Auftrag darum bittest, und zwar am selben Tag. Zufriedene Kunden bewerten selten von selbst, auf eine kurze Bitte mit Link aber oft. Der beste Moment ist die Abnahme oder die Rechnung.

  • Link bereithalten. Im Profil findest du einen eigenen Link zum Bewerten. Speicher ihn im Handy.
  • Per WhatsApp schicken. Ein Satz reicht: „Hat alles gepasst? Dann freuen wir uns über eine Bewertung.“
  • Auf die Rechnung. Ein QR-Code mit dem Link, für alle, die lieber später bewerten.
  • Monteure einbinden. Wer beim Kunden war, kann am Ende fragen.

Manche Kunden haben kein Google-Konto oder kommen mit dem Link nicht zurecht. Das ist vor allem bei älteren Kunden häufig. Hier hilft ein kurzer Anruf oder eine Bewertung auf einem anderen Weg, zum Beispiel ein Satz, den du mit Erlaubnis auf deine Website stellst.

Eine Grenze gilt ohne Ausnahme: keine Gegenleistung. Google verbietet ausdrücklich, Bewertungen gegen Geld, Rabatte oder Gratisleistungen einzuholen. Erlaubt ist, um ehrliche Bewertungen zu bitten, auch um kritische.

Die Menge und das Alter zählen. In der Umfrage von BrightLocal (2026) erwarteten 68 % der Verbraucher mindestens 4 Sterne, und 74 % achten vor allem auf Bewertungen der letzten drei Monate. Die Umfrage ist vor allem aus den USA und Großbritannien, zeigt aber die Richtung.

74 %
achten vor allem auf Bewertungen aus den letzten drei Monaten.Quelle: BrightLocal, Local Consumer Review Survey 2026

„Ich will auch gar nicht Google oder irgendwas, ich will gar nicht kommunizieren mit Leuten, die meine Arbeit bewerten.“

Inhaber, SHK-Betrieb

Wie antwortest du auf Bewertungen, auch auf schlechte?

Immer, und zwar kurz und sachlich. Laut BrightLocal bevorzugen 80 % der befragten Verbraucher Betriebe, die auf alle Bewertungen antworten. Die Antwort schreibst du also weniger für den Bewerter als für den nächsten Kunden, der mitliest.

Viele Inhaber mögen das nicht, und das ist verständlich. Du musst keinen Aufsatz schreiben. Ein Dank bei guten Bewertungen und ein sachlicher Satz bei schlechten reichen.

Nenne in der Antwort nie mehr, als der Kunde selbst geschrieben hat. Keine Adresse, keinen Preis, keinen vollen Namen. Das schützt ihn und dich.

So antwortest du auf Google-Bewertungen
BewertungSo antwortest duLass es lieber
5 Sterne mit TextDanke, Auftrag kurz nennen, ohne Namen oder AdresseStandardsatz unter jede Bewertung kopieren
5 Sterne ohne TextKurzer DankGar nicht antworten
1 bis 3 Sterne, berechtigtFehler anerkennen, Telefonnummer für ein Gespräch anbietenRechtfertigen, Details aus dem Auftrag ausbreiten
1 Stern, kein Kunde von dirSachlich schreiben, dass du den Auftrag nicht zuordnen kannst, und bei Google meldenDen Bewerter angreifen

Was tust du, wenn du nicht mehr an dein Profil rankommst?

Du forderst den Zugang über Google an. Das kommt oft vor: Ein früherer Mitarbeiter oder eine alte Agentur hat das Profil angelegt, und keiner weiß mehr das Passwort. In unseren Gesprächen haben Betriebe genau das mehrfach erzählt.

  1. Erst selbst suchen. Melde dich unter business.google.com mit allen Google-Konten an, die im Betrieb je benutzt wurden.
  2. Zugriff anfordern. Such deinen Betrieb über business.google.com/add und klick auf „Zugriff anfordern“.
  3. Drei Tage warten. Der bisherige Verwalter bekommt deine Anfrage. Antwortet er nicht innerhalb von drei Tagen, kannst du das Profil laut Google unter Umständen selbst beanspruchen und bestätigen.
  4. Künftig absichern. Leg das Profil auf ein Google-Konto des Betriebs und trag eine zweite Person als Inhaber ein.

Findest du zwei Einträge für deinen Betrieb, etwa einen alten mit falscher Adresse, meldest du den doppelten bei Google. Zwei Profile teilen sich sonst die Bewertungen, und Kunden rufen die falsche Nummer an.

Lass eine Agentur nur als Verwalter dazu, nie als einzige Inhaberin. Dann behältst du den Schlüssel, auch wenn ihr euch trennt.

„Google-Profil: wird nicht gefunden, 3,1 Sterne aus 21 Bewertungen, veraltet, Zugang verloren.“

Gesprächsnotiz, Handwerksbetrieb, Bayerisch-Schwaben

Der Pin sitzt falsch oder die Adresse soll weg: Was jetzt?

Den Pin verschiebst du im Profil unter Standort, die Adresse blendest du aus, wenn keine Kunden zu dir kommen. Google schreibt in seinen Richtlinien: Betriebe, die beim Kunden arbeiten und keinen Standort mit Beschilderung für Kundenbesuche haben, sollen ihre Adresse nicht anzeigen. Sie geben stattdessen ein Einzugsgebiet an.

Für viele Handwerksbetriebe ist das der Normalfall. Du trägst dann die Orte oder Landkreise ein, in denen du arbeitest. Hast du eine Ausstellung oder ein Büro mit Öffnungszeiten, bleibt die Adresse sichtbar.

Ändere die Adresse nur, wenn sie falsch ist, und dann in einem Rutsch. Wir haben erlebt, dass Google nach einer Adressänderung das Profil erneut prüft und eine neue Bestätigung verlangt. Solange das läuft, kannst du wenig tun.

Was gehört außer Bewertungen noch ins Profil?

Alles, was ein Kunde vor dem Anruf wissen will. Je vollständiger das Profil, desto eher klickt jemand auf dich und nicht auf den Betrieb daneben.

  • Die richtige Kategorie, zum Beispiel Zimmerei oder Elektriker, und weitere passende Kategorien.
  • Jede Leistung einzeln, in den Worten, die Kunden benutzen.
  • Öffnungszeiten, auch für Feiertage.
  • Fotos von Baustellen und vom Team, ab und zu neue.
  • Den Link zu deiner Website, am besten direkt auf die passende Leistungsseite.

Nimm dir einmal im Monat zehn Minuten. Lade Fotos von der letzten Baustelle hoch und beantworte offene Bewertungen. Vor Feiertagen schaust du zusätzlich auf die Öffnungszeiten. Ein Profil, in dem sich etwas tut, wirkt auf Kunden lebendiger als eines, das seit zwei Jahren gleich aussieht.

Das Profil ist auch eine Quelle für KI-Suchen. Wie ChatGPT und die Google-KI Betriebe finden, steht im Artikel In ChatGPT gefunden werden. Wenn du das Profil nicht selbst pflegen willst, übernehmen wir das als Teil der Suchmaschinenoptimierung.

Noah Seelau

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Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil ist kostenlos. Geld kostet es nur, wenn du zusätzlich Anzeigen schaltest.

Kann ich schlechte Bewertungen löschen lassen?

Nur wenn sie gegen Googles Richtlinien verstoßen, etwa bei Beleidigungen oder wenn es gar kein Kunde war. Dann meldest du sie im Profil. Eine berechtigte Kritik bleibt stehen, eine sachliche Antwort darunter hilft dir mehr.

Darf ich Kunden für eine Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Google verbietet Bewertungen gegen Geld, Rabatte oder Gratisleistungen. Du darfst aber jeden Kunden bitten, seine Meinung zu schreiben.

Muss ich meine Privatadresse im Profil zeigen?

Nein. Arbeitest du beim Kunden und empfängst keine Kunden bei dir, blendest du die Adresse aus und gibst ein Einzugsgebiet an. So steht es in Googles Richtlinien.

Soll ich auf alte Bewertungen noch antworten?

Ja, auch Monate später. Ein kurzer Dank zeigt dem nächsten Kunden, dass du dich kümmerst. Fang mit den neuesten an und arbeite dich an einem Abend nach hinten durch.

Wer sollte Inhaber des Profils sein?

Du oder ein Google-Konto des Betriebs. Agenturen und Mitarbeiter trägst du als Verwalter ein. So verlierst du den Zugang nicht, wenn jemand geht.

Quellen

  1. Google: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google, 2026 · Link
  2. Google: Inhaberschaft eines Unternehmensprofils beantragen, 2026 · Link
  3. Google: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte (Richtlinien für Maps-Beiträge), 2026 · Link
  4. BrightLocal: Local Consumer Review Survey 2026, 2026 · Link
  5. Bitkom: Digitalisierung des Handwerks 2025 (Studienbericht), 2025 · Link
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