Die Domain sollte auf deinen Betrieb eingetragen sein, und alle Zugänge solltest du selbst haben, vom Hosting bis zum Google-Profil. Texte und Fotos, die für dich gemacht wurden, sollten dir mit Nutzungsrechten gehören. Dann kannst du jederzeit wechseln: Seite umziehen, Domain mitnehmen, alten Vertrag kündigen. Prüf das am besten, bevor du Ärger hast.
Wem gehören deine Website und deine Domain?
Wem Website und Domain gehören, steht in deinem Vertrag und daran, wer als Inhaber der Domain eingetragen ist. Im besten Fall bist das du, also dein Betrieb. Praktisch zählt vor allem, wer die Zugänge hat: Wer sich einloggen kann, bestimmt über die Seite.
Bei vielen Betrieben ist das über die Jahre unklar geworden. Die Seite hat ein Bekannter gebaut, die Domain hat eine Agentur angemeldet, die Zugänge liegen bei einem Mitarbeiter, der nicht mehr da ist. Solange alles läuft, fällt das nicht auf. Es fällt auf, wenn du etwas ändern oder wechseln willst.
Bei uns ist es so geregelt: Domain und Inhalte gehören dem Kunden, jeder Kunde bekommt seinen Zugang. Die Fotos und Videos aus dem Shooting gehören dir mit allen Nutzungsrechten. Das Hosting läuft bei einem eigenen Anbieter und wird dort direkt mit dir abgerechnet.
Dieser Ratgeber erklärt, worauf du achten solltest. Eine Rechtsberatung ist er nicht. Bei Streit oder unklaren Verträgen frag einen Anwalt.
Welche Zugänge solltest du selbst haben?
Du solltest mindestens die Zugänge zur Domain, zum Hosting, zur Website selbst und zu deinem Google-Unternehmensprofil haben. Dazu kommen die Rechte an Texten und Fotos. Leg dir alles an einem sicheren Ort ab, etwa in einem Passwort-Manager oder in einem verschlossenen Ordner im Büro.
Die Tabelle zeigt, was wichtig ist und woran du erkennst, ob du es in der Hand hast. Geh sie einmal in Ruhe durch. Wo du bei einer Zeile nicht sofort antworten kannst, lohnt sich eine kurze Nachfrage beim Anbieter.
| Was | Warum es wichtig ist | So prüfst du es |
|---|---|---|
| Domain | deine Adresse im Netz, oft hängen auch die E-Mails daran | Anbieter schriftlich fragen, wer als Inhaber eingetragen ist |
| Hosting | der Platz, auf dem die Seite liegt | Hast du ein eigenes Kundenkonto, und an wen geht die Rechnung? |
| Website-Zugang | Texte und Bilder ändern, Sicherungen ziehen | Kannst du dich heute selbst einloggen? |
| E-Mail-Postfächer | ohne sie keine Anfragen per Mail | Weißt du, wo die Postfächer liegen und wer sie verwaltet? |
| Google-Unternehmensprofil | Karte, Sterne, Öffnungszeiten | Bist du dort als Inhaber eingetragen, oder nur jemand anderes? |
| Texte und Fotos | sonst darfst du sie nach einem Wechsel womöglich nicht weiter nutzen | Stehen die Nutzungsrechte im Vertrag oder in der Rechnung? |
Wie prüfst du, auf wen deine Domain eingetragen ist?
Am einfachsten fragst du deinen Anbieter schriftlich, wer als Inhaber der Domain eingetragen ist. Die Antwort sollte der Name deines Betriebs sein. Bei .de-Domains ist diese Angabe öffentlich nicht mehr einfach einsehbar, deshalb ist die Nachfrage der sichere Weg.
Ein zweiter Hinweis ist die Rechnung. Zahlst du die Domain direkt beim Anbieter, liegt sie meist auch auf dir. Zahlst du sie über eine Agentur mit, kann sie auch auf die Agentur laufen. Das ist nicht automatisch schlimm, du solltest es aber wissen.
Frag bei der Gelegenheit gleich nach dem Transfer-Code. Den brauchst du, wenn du die Domain zu einem anderen Anbieter mitnehmen willst. Bei .de-Domains heißt er AuthInfo. Ein seriöser Anbieter gibt ihn dir auf Anfrage heraus. Heb die schriftliche Antwort auf und leg sie zu deinen Zugängen, dann musst du beim nächsten Mal nicht wieder suchen.
Dasselbe gilt für dein Google-Unternehmensprofil. Wir sprechen regelmäßig mit Betrieben, die an ihren eigenen Google-Eintrag nicht mehr herankommen und dort nichts aktualisieren können. Wie du das löst, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil für Handwerker.
Wie wechselst du die Agentur, ohne dass deine Seite ausfällt?
Du wechselst ohne Ausfall, wenn du zuerst alle Zugänge sammelst, die Seite beim neuen Anbieter aufbaust und erst ganz am Ende umschaltest und kündigst. Die alte Seite läuft so lange weiter, bis die neue steht. Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo.
- Zugänge sammeln: Domain, Hosting, Website, E-Mail, Google-Profil. Was fehlt, schriftlich anfordern.
- Sicherung ziehen: Eine vollständige Kopie der Seite mit allen Bildern, bevor irgendetwas geändert wird.
- Neuen Platz einrichten: Hosting beim neuen Anbieter anlegen, am besten auf deinen Namen.
- Seite umziehen oder neu bauen: Die Seite wird auf den neuen Platz übertragen oder dort neu aufgesetzt.
- E-Mails prüfen: Wenn deine Postfächer an der Domain hängen, müssen sie beim Umschalten weiterlaufen. Das vorher klären.
- Umschalten: Die Domain zeigt jetzt auf die neue Seite. Danach alles einmal am Handy durchklicken.
- Kündigen: Erst wenn alles läuft, den alten Vertrag kündigen. Kündigungsfristen vorher nachsehen.
Eine Falle gibt es beim Wechsel: Hat die alte Agentur die Seite auf einem eigenen System oder in einem Baukasten gebaut, lässt sich oft nur der Inhalt mitnehmen, die Seite selbst nicht. Dann heißt Wechsel meist Neubau. Das ist kein Beinbruch, du solltest es nur vorher wissen, damit du Zeit und Geld richtig einplanst.
Einen Umzug zu einem anderen Hoster übernehmen wir für unsere Kunden. Wenn du von einer anderen Agentur kommst, klären wir im Erstgespräch zuerst, welche Zugänge du schon hast.
Was tun, wenn die alte Agentur die Zugänge nicht herausgibt?
Wenn die alte Agentur die Zugänge nicht herausgibt, fordere sie schriftlich mit einer Frist an und schau in deinen Vertrag. Bleib dabei sachlich, auch wenn du dich ärgerst. Eine klare Liste mit Frist bringt mehr als ein wütender Anruf.
Frag konkret nach dem, was du brauchst: Transfer-Code der Domain, Zugang zum Hosting, Zugang zur Website, Freigabe im Google-Profil. Eine Liste mit Punkten wird eher abgearbeitet als eine allgemeine Bitte. Hilft das nicht, ist ein Anwalt der richtige Weg. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
Schlechte Erfahrungen mit Agenturen sind im Handwerk verbreitet. In unserer Auswertung von 324 Erstgesprächen erzählten 35 von 180 Betrieben davon. Wir nehmen das ernst. Wie du eine seriöse Agentur erkennst, bevor du unterschreibst, steht im Ratgeber Woran erkennst du eine seriöse Agentur für Handwerker?
„Gebranntes Kind scheut das Feuer. Jetzt habe ich zweimal das versucht, zweimal Geld bezahlt für gar nichts.“
Inhaber, SHK-Betrieb, Niedersachsen
Warum sind die Zugänge bei einer Betriebsübergabe wichtig?
Bei einer Betriebsübergabe gehören Website und Domain zum Betrieb wie der Fuhrpark, genauso das Google-Profil. Wer übernimmt, braucht alle Zugänge, sonst beginnt er mit einer Seite, an die er nicht herankommt. Der ZDH rechnet mit rund 125.000 Übergaben im Handwerk in den nächsten fünf Jahren.
Leg deshalb eine kurze Übersicht an, auf einem Blatt reicht: welcher Zugang, wo er liegt, auf wen er läuft. Diese Übersicht hilft dir auch ohne Übergabe, etwa wenn du krank bist oder die Bürokraft wechselt. Die gehört in die Übergabeunterlagen, genauso wie die Verträge mit Hoster und Agentur. Wenn die Domain noch auf einen alten Dienstleister läuft, lass sie vorher auf den Betrieb umschreiben.
Was eine neue Seite nach der Übergabe kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Homepage für einen Handwerksbetrieb? Wie wir Websites für Handwerksbetriebe bauen, siehst du auf der Seite Websites.

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Häufige Fragen
Kann ich meine Domain zu einem anderen Anbieter mitnehmen?
Ja. Du brauchst dafür den Transfer-Code vom bisherigen Anbieter, bei .de-Domains heißt er AuthInfo. Mit dem Code zieht der neue Anbieter die Domain zu sich. Kläre vorher, was mit deinen E-Mails passiert.
Gehören mir die Fotos, die der Fotograf gemacht hat?
Das hängt vom Vertrag ab. Bei uns gehören dir die Fotos und Videos aus dem Shooting mit allen Nutzungsrechten. Bei anderen Anbietern solltest du das schriftlich festhalten lassen.
Was passiert mit meinen E-Mails, wenn ich die Domain umziehe?
Hängen deine Postfächer an der Domain, müssen sie beim Umzug mitgenommen oder neu eingerichtet werden. Plane das vor dem Umschalten ein, sonst kommen Anfragen für ein paar Tage nicht an.
Wie ist das bei der HandwerksManufaktur geregelt?
Domain und Inhalte gehören dir, du bekommst deinen eigenen Zugang. Das Hosting läuft bei einem eigenen Anbieter und wird dort direkt mit dir abgerechnet. Eine lange Bindung gibt es nicht.
Was kostet ein Wechsel der Agentur?
Das hängt daran, ob deine Seite umgezogen werden kann oder neu gebaut werden muss. Ein Umzug ist deutlich weniger Arbeit als ein Neubau. Lass dir vorher sagen, welcher Fall bei dir vorliegt, und hol dir ein Angebot mit allen Posten.
Wer ist Inhaber meines Google-Unternehmensprofils?
Das siehst du in den Einstellungen des Profils unter Nutzer und Rollen. Du solltest dort als Inhaber stehen, eine Agentur höchstens als Verwalter. Kommst du nicht mehr heran, kannst du bei Google die Inhaberschaft beantragen.















