Ein Wartungsvertrag heißt: Jemand hält deine Website technisch aktuell, setzt kleine Änderungen um und bringt sie wieder online, wenn etwas kaputtgeht. Er lohnt sich, wenn deine Seite auf WordPress läuft und du selbst nichts daran machen willst. Wer selbst pflegt oder kaum etwas ändert, kann Änderungen auch einzeln nach Aufwand bezahlen.
Was ist ein Wartungsvertrag für die Website?
Ein Wartungsvertrag ist eine feste Abmachung, dass sich jemand um deine Website kümmert, nachdem sie fertig ist. Dazu gehören Updates im Hintergrund, ein paar Änderungen im Jahr und Hilfe, wenn die Seite nicht mehr läuft. Du zahlst einen festen Betrag und musst dich um die Technik nicht kümmern.
Die meisten Handwerker-Seiten laufen auf WordPress. WordPress selbst und die Erweiterungen darin bekommen regelmäßig Updates, oft wegen Sicherheitslücken. Bleiben die liegen, wird die Seite mit der Zeit angreifbar oder zeigt Fehler an.
Bei uns ist im Wartungsvertrag drin:
- regelmäßige Updates von WordPress und den Erweiterungen
- vier bis fünf Änderungen im Jahr, etwa neue Fotos, ein neuer Mitarbeiter oder geänderte Öffnungszeiten
- bevorzugte Hilfe, wenn du eine Frage hast
- wird die Seite gehackt, bringen wir sie wieder online
Das Hosting ist nicht Teil des Vertrags. Es läuft bei einem eigenen Anbieter und wird dort direkt mit dir abgerechnet. Den Jahresbetrag für die Wartung bekommst du mit dem Angebot.
Was passiert, wenn du keinen Wartungsvertrag hast?
Ohne Wartungsvertrag läuft deine Seite erst einmal ganz normal weiter. Die Updates machst du dann selbst, oder sie bleiben liegen. Änderungen bezahlst du einzeln nach Aufwand, meist als Pauschale, die vorher feststeht.
Den Unterschied merkst du, wenn etwas schiefgeht. Ohne Vertrag übernehmen wir keine Haftung für die Seite, weil wir nicht wissen, was in der Zwischenzeit daran passiert ist. Geht sie nach einem Update oder einem Angriff kaputt, ist die Reparatur ein eigener Auftrag.
Was in der Praxis schiefgeht, ist meist unspektakulär. Das Kontaktformular schickt keine Mails mehr, eine Erweiterung zeigt eine Fehlermeldung, oder die Seite lädt nach einem Update nur noch halb. Das merkt oft erst ein Kunde, der anruft und sagt, dass er dich über die Seite nicht erreicht hat.
Den Zugang zu deiner Seite und eine Anleitung bekommst du bei uns trotzdem, auch ohne Vertrag. Die Seite gehört dir, egal ob du jemanden dafür bezahlst oder nicht.
Ein Vertrag hilft dir nur, wenn auch etwas passiert. Wir hören in Gesprächen öfter, dass Betriebe jeden Monat zahlen und nicht wissen, wofür. Frag deshalb nach, was du im letzten Jahr konkret bekommen hast.
„Ich zahle da im Monat irgendwie 70 Euro … seit fast zwei Jahren, und da passiert irgendwie zu wenig.“
Inhaber, Schreinerei, über seinen früheren Anbieter
Wann lohnt sich ein Wartungsvertrag, und wann nicht?
Ein Wartungsvertrag lohnt sich, wenn du an deiner Seite selbst nichts machen willst und sie auf WordPress läuft. Er lohnt sich weniger, wenn jemand im Betrieb gern selbst pflegt und die Updates jeden Monat einspielt. Die Tabelle hilft dir bei der Einordnung.
Ein Punkt wird oft unterschätzt: Auch wer selten etwas ändert, braucht die Updates im Hintergrund. Eine Seite, die zwei Jahre niemand angefasst hat, sieht von außen gleich aus, ist innen aber veraltet.
| Deine Lage | Unser Rat | Warum |
|---|---|---|
| Du willst mit der Seite nichts zu tun haben | Wartungsvertrag | Updates und Änderungen laufen, ohne dass du daran denken musst |
| Jemand im Büro pflegt gern selbst | ohne Vertrag, Änderungen nach Aufwand | du zahlst nur, wenn du Hilfe brauchst |
| Die Seite ändert sich fast nie | Wartungsvertrag oder feste Update-Termine | die Technik altert auch ohne neue Texte |
| Du planst bald eine neue Seite | erst neu bauen, dann entscheiden | eine alte Seite teuer zu pflegen, lohnt kaum |
Kannst du deine Website auch selbst ändern?
Ja. Jeder unserer Kunden bekommt einen Zugang und eine Anleitung, mit der er Texte und Bilder selbst ändern kann. Dafür brauchst du keine Programmierkenntnisse. Neue Unterseiten oder Umbauten am Aufbau sind etwas anderes, die machen wir.
- Selbst ändern: Texte, Fotos in der Galerie, Telefonnummer, Öffnungszeiten, eine neue Stellenanzeige.
- Lieber machen lassen: neue Seiten für neue Leistungen, Änderungen am Menü, alles an Technik und Formularen, Updates.
So kannst du Kleinigkeiten sofort selbst erledigen, etwa wenn sich die Nummer im Büro ändert, und musst für eine Zeile Text nicht auf jemanden warten.
Wir sagen es dir auch ehrlich: Viele Inhaber nehmen sich vor, die Seite selbst zu pflegen, und machen es dann doch nicht. Das ist kein Vorwurf. Wer den ganzen Tag auf der Baustelle ist, setzt sich abends nicht noch an die Homepage. Wenn du dich darin wiedererkennst, spart dir der Vertrag den Ärger über eine Seite, auf der noch der Mitarbeiter von vor drei Jahren steht.
Wie viel Zeit eine neue Seite am Anfang von dir braucht, steht im Ratgeber Wie viel Zeit kostet dich als Chef eine neue Website?
„Muss ich da jedes Mal dich dazu, um das zu aktualisieren, oder kann ich auch von uns aus mal was rein?“
Inhaber, SHK-Betrieb
Wie rechnest du nach, ob sich der Vertrag für dich lohnt?
Ob sich der Vertrag lohnt, siehst du, wenn du ihn gegen die Einzelpreise rechnest. Leg dafür den Jahresbetrag aus dem Angebot neben das, was dich dieselben Arbeiten ohne Vertrag kosten würden. Dafür reichen das Angebot und eine Frage nach dem Einzelpreis.
- Zähl, wie oft du im letzten Jahr etwas an der Seite ändern wolltest: neue Fotos, ein neuer Mitarbeiter, eine neue Leistung, geänderte Zeiten.
- Frag nach dem Preis für eine einzelne Änderung ohne Vertrag und rechne ihn mal die Zahl aus Schritt 1.
- Rechne die Updates dazu. Die fallen jeden Monat an, egal ob du etwas ändern willst.
- Überleg, was ein Tag ohne funktionierende Seite oder ohne Kontaktformular für dich heißt, gerade wenn Bewerber oder Kunden nachschauen.
Kommst du mit Einzelpreisen günstiger weg und hast jemanden, der die Updates übernimmt, brauchst du keinen Vertrag. Liegt der Vertrag gleichauf oder darunter, nimm ihn. Dann musst du dich um nichts kümmern.
Ein Hinweis aus unseren Gesprächen: Wer selbst pflegen will, sollte ehrlich sagen, wer im Betrieb das macht. Steht da kein Name, bleibt es beim Chef, und der hat abends meist Wichtigeres zu tun.
Was sollte in einem Wartungsvertrag stehen?
In einem guten Wartungsvertrag steht schwarz auf weiß, was du für dein Geld bekommst und was nicht. Wenn nur „Betreuung“ draufsteht, weißt du nicht, was passiert. Geh diese Punkte durch, bevor du unterschreibst oder einen bestehenden Vertrag verlängerst:
- Updates: Welche Updates werden eingespielt, und wie oft?
- Änderungen: Wie viele Änderungen im Jahr sind dabei, und was zählt als eine Änderung?
- Notfall: Was passiert, wenn die Seite gehackt wird oder nicht mehr lädt, und wie schnell?
- Sicherung: Wird die Seite regelmäßig gesichert, und wer kann sie zurückspielen?
- Hosting: Ist es drin, oder zahlst du es extra beim Anbieter?
- Laufzeit: Wie lange bist du gebunden, und wie kündigst du?
- Zugang: Bleiben Domain und Zugänge bei dir, auch wenn du kündigst?
Lass dir außerdem einmal im Jahr zeigen, was gemacht wurde. Eine kurze Liste der Updates und Änderungen reicht, damit du weißt, wofür du zahlst.
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Ein Wartungsvertrag darf nie der Grund sein, dass du nicht mehr an deine eigene Seite kommst. Wie du das prüfst, steht im Ratgeber Wem gehören Website und Domain? Was eine Seite insgesamt kostet, findest du unter Was kostet eine Homepage für einen Handwerksbetrieb?

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Häufige Fragen
Ist das Hosting im Wartungsvertrag drin?
Bei uns nicht. Das Hosting läuft bei einem eigenen Anbieter und wird dort direkt mit dir abgerechnet. So siehst du genau, was die Technik kostet, und zahlst keinen Aufschlag.
Kann ich den Wartungsvertrag wieder kündigen?
Frag vor dem Unterschreiben nach Laufzeit und Kündigungsfrist. Bei uns gibt es keine lange Bindung. Deine Seite und deine Zugänge bleiben bei dir, auch wenn du den Vertrag beendest.
Was passiert, wenn meine Website gehackt wird?
Mit Wartungsvertrag bringen wir sie wieder online, das ist Teil der Abmachung. Ohne Vertrag ist die Reparatur ein eigener Auftrag. Deshalb lohnen sich regelmäßige Updates und Sicherungen, damit es gar nicht erst so weit kommt.
Braucht eine WordPress-Seite regelmäßige Updates?
Ja. WordPress und die Erweiterungen bekommen laufend neue Versionen, oft wegen Sicherheitslücken. Bleiben sie über Monate liegen, wird die Seite angreifbar oder zeigt irgendwann Fehler.
Was kostet eine Änderung ohne Wartungsvertrag?
Ohne Vertrag rechnen wir nach Aufwand ab, meist als Pauschale, die du vorher kennst. Für ein, zwei Änderungen im Jahr ist das oft günstiger. Wer öfter etwas ändern will, fährt mit dem Vertrag meist besser.
Quellen
- Bitkom: Digitalisierung des Handwerks 2025 (Studienbericht, 504 Betriebe), 2025 · PDF
- HandwerksManufaktur: eigene Auswertung von 324 Erstgesprächen mit Handwerksbetrieben, 2026















