Es gibt zwei Posten. Das Werbebudget legst du selbst fest, es geht direkt an Meta, die Höhe klären wir im Erstgespräch. Dazu kommt das Honorar für Aufbau und Betreuung der Anzeigen. Es hängt vom Umkreis und von der Zahl der Stellen ab und steht nach dem Erstgespräch im Angebot.
Welche Kosten kommen bei Anzeigen für eine offene Stelle auf dich zu?
Du bezahlst zwei Dinge: das Werbebudget an Meta, den Konzern hinter Facebook und Instagram, und das Honorar für den, der die Anzeigen aufbaut und betreut. Dazu kommt deine eigene Zeit für den Dreh im Betrieb und für die Gespräche mit Bewerbern. Die Tabelle zeigt, wohin welches Geld geht.
Damit bist du nicht allein. Laut Bitkom schalten 37 Prozent der Handwerksbetriebe Anzeigen im Internet, 56 Prozent sind auf Social Media vertreten. Wie viel davon für Bewerber läuft und wie viel für Kunden, weist die Studie nicht aus.
Für das Honorar bekommst du bei uns die ganze Strecke bis zur Bewerbung im Postfach:
- die Anzeige mit Fotos und einem kurzen Clip aus deinem Betrieb, dazu der Text
- den Umkreis, in dem sie läuft, meist rund 30 Kilometer
- eine Bewerbungsseite mit vier Filterfragen, die sich am Handy in zwei Minuten ausfüllt
- das Nachsteuern, solange die Kampagne läuft
Die Bewerbungen landen mit den Antworten bei dir. Die Gespräche führst du selbst, denn den künftigen Kollegen sollst du dir aussuchen.
| Posten | Wer das Geld bekommt | Größenordnung |
|---|---|---|
| Werbebudget | Meta, abgebucht über das Werbekonto deines Betriebs | legst du selbst fest, die Höhe klären wir im Erstgespräch |
| Aufbau und Betreuung | Agentur oder Freelancer | bei uns im Angebot nach dem Erstgespräch |
| Deine Zeit | niemand, sie fehlt dir auf der Baustelle | ein Termin zum Start, der Dreh, danach die Bewerbungsgespräche |
Wie hoch ist das Werbebudget für Facebook und Instagram?
Das Werbebudget legst du selbst fest. Die Höhe klären wir im Erstgespräch. Wie viel du brauchst, hängt von der Größe deines Umkreises ab und davon, wie gefragt der Beruf ist. Ein Anlagenmechaniker auf dem Land und eine Bürokraft in der Stadt können unterschiedlich viel kosten.
Es geht direkt an Meta und nicht an uns. Am Anfang bucht Meta oft nur kleine Beträge ab, weil die Anzeige erst ausprobiert, wer darauf reagiert. Danach steigt es bis zum Tagesbudget und pendelt sich ein, an einem Tag mehr, am nächsten weniger.
Plane deshalb mit einem Monatsbetrag. Wer nach einer Woche abschaltet, weil erst drei Bewerbungen da sind, hört auf, bevor die Anzeige ihre Leute gefunden hat.
„Ich bekomme immer wieder diese Meta-for-Business-Zahlungsbelege … am Anfang waren es ganz viele und nur 2 Euro und 5 Euro, jetzt der letzte war 15 Euro.“
Inhaber, Heizung und Sanitär
Was kostet dich eine Bewerbung, und wie rechnest du das nach?
Teil das Werbebudget durch die Zahl der Bewerbungen, dann hast du deine Kosten je Bewerbung. Wichtiger ist die Zahl dahinter: Wie viele davon würdest du zurückrufen? Trag deine eigenen Werte in die Tabelle ein, die Beispielzahlen sind ausgedacht.
Zähl Budget und Bewerbungen immer über denselben Zeitraum, am besten vier Wochen am Stück. Einzelne Tage sagen wenig, weil Meta das Geld ungleichmäßig verteilt. Und schreib dazu, wer zum Probearbeiten kam, denn erst dort zeigt sich, ob die Bewerbung etwas wert war.
Zum Vergleich ein Fall aus unseren Gesprächen. Ein Inhaber hatte Stellenanzeigen auf mehreren Portalen geschaltet, rund 1.600 € ausgegeben und eine einzige Bewerbung bekommen, die nicht passte. Das ist ein Einzelfall, zeigt aber, warum du nach Kosten je passendem Bewerber rechnen solltest. Mehr dazu steht im Artikel Stellenanzeige bringt nichts.
| Feld | Was du einträgst | Beispiel | Dein Wert |
|---|---|---|---|
| Werbebudget | Summe laut Meta-Belegen für den Zeitraum | 700 € | |
| Bewerbungen | Anzahl im selben Zeitraum | 20 | |
| Kosten je Bewerbung | Werbebudget geteilt durch Bewerbungen | 35 € | |
| Passende Bewerber | Leute, die du zurückrufen würdest | 8 | |
| Kosten je passendem Bewerber | Werbebudget geteilt durch passende Bewerber | 87,50 € |
Wann rechnet sich ein neuer Monteur für deinen Betrieb?
Er rechnet sich, sobald er Aufträge möglich macht, die du heute absagst. Frag dich, wie viele Aufträge du im Monat ablehnst, weil der Mann fehlt, und was so ein Auftrag im Schnitt wert ist. Bei 8.000 € pro Auftrag geht mit zwei Absagen im Monat viel Umsatz an dir vorbei.
Rechenbeispiel, keine Prognose: Du lehnst im Monat zwei Aufträge zu je 8.000 € ab. Das sind 16.000 € Umsatz, die jeden Monat liegen bleiben. Setz dagegen, was Werbebudget und Honorar bei dir über zwölf Monate ergeben. Die Zahlen dafür bekommst du im Erstgespräch.
Die Rechnung hat eine Grenze: Ein Bewerber ist noch kein Mitarbeiter. Probearbeit und Einarbeitung gehören dazu, und ob er bleibt, zeigt sich erst nach Wochen. Bei Erwin Schmidt & Sohn kamen in vier Wochen 25 Bewerbungen, die Stelle ist besetzt. Das ist ein Einzelfall, am Ende zählt bei dir die besetzte Stelle.
„Zumindest der eine, den kann ich jetzt beurteilen, weil der war schon eine Woche bei uns. Der ist echt gut.“
Florian Schmidt, Geschäftsführer, Erwin Schmidt & Sohn
Kannst du die Anzeigen auch selbst schalten?
Ja, das geht, und das Werbebudget bleibt dabei gleich hoch. Du legst dafür im Werbeanzeigenmanager von Meta ein Konto an, baust die Anzeige, stellst den Umkreis ein und brauchst ein Formular oder eine Seite, auf der sich Bewerber melden. Was du sparst, ist das Honorar. Was du dafür einsetzt, ist deine Zeit.
Rechne ehrlich mit ein, wie viele Abende das kostet. Die Anzeige muss in den ersten Wochen beobachtet und angepasst werden, sonst läuft das Budget an die Falschen. Viele Inhaber, mit denen wir sprechen, sind Chef und Vorarbeiter in einer Person und machen das Büro abends. Für die ist der eigene Abend meist das teuerste Stück der ganzen Rechnung.
Wer es selbst versucht, sollte mindestens die Punkte aus dem nächsten Abschnitt beachten. Und nach vier Wochen nachrechnen, was ein passender Bewerber gekostet hat.
Wo verbrennst du bei Anzeigen für Mitarbeiter das meiste Geld?
Geld geht verloren, wenn die Anzeige die Falschen erreicht oder die Richtigen auf dem Weg zur Bewerbung aufgeben. Diese Fehler kosten am meisten:
- Umkreis zu groß. Wer 90 Kilometer entfernt wohnt, kostet Budget und fängt trotzdem nicht bei dir an.
- Stockfotos. Ein Monteur sieht sofort, ob das Bild aus deinem Betrieb stammt.
- Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf. Am Handy bricht er ab. Vier Fragen in zwei Minuten reichen.
- Zu früh abgeschaltet. Die ersten Tage sind Probelauf. Beurteile eine Kampagne nach vier Wochen und nicht nach vier Tagen.
- Keiner ruft zurück. Eine Bewerbung, die eine Woche liegt, hast du bezahlt und trotzdem verloren.
Kommt nach vier Wochen nichts, sagen wir dir offen, ob es am Umkreis liegt oder an der Stelle selbst. Dann wird an der Anzeige gedreht und nicht an deinem Budget. Wie der ganze Weg aussieht, steht im Artikel Gesellen und Monteure finden, was wir dabei übernehmen, auf der Seite Mitarbeitergewinnung.

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Häufige Fragen
Zahle ich das Werbebudget an euch oder an Meta?
An Meta. Das Budget läuft über das Werbekonto deines Betriebs, deshalb bekommst du die Zahlungsbelege direkt von Meta. Unser Honorar steht getrennt davon im Angebot.
Warum bucht Meta am Anfang nur kleine Beträge ab?
Zu Beginn probiert die Anzeige aus, wer darauf reagiert, und gibt nur wenig aus. Danach steigt der Betrag bis zu dem Tagesbudget, das festgelegt ist. Über den Monat gerechnet bleibt es beim geplanten Betrag.
Wie lange sollte eine Kampagne laufen, bevor ich entscheide?
Mindestens vier Wochen. In dieser Zeit kamen bei Erwin Schmidt & Sohn 25 Bewerbungen zusammen, als Einzelfall. Bei uns ist der Start auf zwei Monate angelegt.
Muss ich selbst auf Facebook oder Instagram posten?
Nein. Die Anzeige läuft über die Seite deines Betriebs, gepostet werden muss dort nichts. Mehrere Inhaber sagen uns im Erstgespräch, dass sie weder Facebook noch Instagram nutzen. Für die Anzeigen ist das kein Hindernis.
Ist das günstiger als ein Stellenportal?
Das hängt davon ab, was am Ende herauskommt. Rechne beide Wege nach Kosten je passendem Bewerber und nicht nach dem Preis der Anzeige. Ein Betrieb aus unseren Gesprächen zahlte für Portalanzeigen rund 1.600 € und bekam eine unpassende Bewerbung.
Quellen
- Bitkom: Digitalisierung des Handwerks 2025 (504 Betriebe, telefonische Befragung), 2025 · Studie als PDF
- HandwerksManufaktur: eigene Auswertung von 324 Erstgesprächen mit Handwerksbetrieben, 2026
- HandwerksManufaktur: Fallstudie Erwin Schmidt & Sohn und weitere Kampagnen, 2026 · Zur Seite















